Zum Jahresende möchte ich die Gelegenheit nutzen, auf die letzten 12 Monate zurück zu blicken. Zweifelsohne wird das Jahr 2020 für die COVID-19 in Erinnerung bleiben. Ich kann jedoch mit Sicherheit sagen, dass es auch für das Proact-Team viele Highlights gab, an die man sich erinnern wird.

Es besteht kein Zweifel daran, dass das Jahr 2020 anders verlaufen ist als die Erwartungen, die wir alle hatten, als wir das Jahr begonnen hatten.

Zu Beginn des Jahres ist alles gewohnt abgelaufen. Man hat sich regelmäßig getroffen, kurze Wege, viel Kommunikation und auch unsere gewohnten Treffen am Donnerstag, um den Tag ausklingen zulassen, haben wir genutzt, um die kleinen Dinge kurz zu regeln, aber auch das soziale Miteinander zu pflegen.

Dann ging aber alles sehr schnell und Corona hat uns gezwungen lieb gewonnenes zu ändern. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, welche Auswirkungen dies auf die Einstellung und Motivation der Mitarbeiter innerhalb der Arbeit, wie auch im Privaten, haben wird.

Eine neue Art zu Arbeiten

Flexibilität und Agilität sind der Schlüssel. Als COVID-19 zugeschlagen hat und wir zum ersten Mal im Lockdown waren, mussten wir schnell auf die Situation reagieren, um unsere Mitarbeiter zu schützen und sicherzustellen, dass wir unseren Kunden weiterhin nahtlosen und ununterbrochenen Support bieten konnten.

Ich bin sehr stolz darauf, wie sich das Unternehmen an die Auswirkungen von COVID-19 angepasst hat. Nicht nur innerhalb der Organisation, sondern auch bei der Aufrechterhaltung des Geschäftes unserer Kunden. Die Abhängigkeit von digitalen Tools war noch nie so groß und unser Team hat unermüdlich daran gearbeitet, unsere Kunden hierbei zu unterstützen. Unser Professional Services Team leistete unter höchsten Schutzmaßnahmen den notwendigen Support vor Ort, während unsere 24-Stunden-Betriebsteams weiterhin aus der Ferne den Service sicherstellten.

Alle Teams mussten sich innerhalb von kürzester Zeit an die Remote-Arbeit anpassen, was dank flexibler Arbeitsmodelle und langjährig erprobter Homeoffice-Angebote reibungslos lief. Die Leidenschaft und das Engagement unsere Mitarbeiter, auch in dieser ungewöhnlichen Zeit, war großartig.

Was mich persönlich auch berührt hat, war die hohe Hilfsbereitschaft unter den Kollegen. Während des Lockdowns waren besonders die Familien in einer Überlast mit Homeschooling und/oder Partnern in systemrelevanten Berufen. Spielkonsolen und anderen Beschäftigungsmöglichkeiten für die Kinder wurden rege ausgetauscht, aber es herrschte auch ein großes Verständnis innerhalb der Teams und die Kollegen halfen sich gegenseitig aus. Eine tolle Leistung war es auch, dass ausnahmslos auch die Mitarbeiter mit einem hohen Anteil am operativen Tagesgeschäft im Büro wie z.B. die Warenannahme oder der Empfang problemlos remote arbeiten konnten. Mitarbeiter, die im Office waren, übernahmen das Tagesgeschäft und so können wir bis heute stolz sagen, dass die Gesundheit unserer Mitarbeiter zu jedem Zeitpunkt im Vordergrund stand. Das Büro wurde zwar geöffnet, aber es gibt keine Anwesenheitspflicht mehr. Dies ist für den ein oder anderen sogar ein Zufluchtsort geworden, der gegen die Einsamkeit zuhause gerne angenommen wird.

Wir haben gelernt, wie man eine Pandemie durchsteht“. Ich war ich wirklich beeindruckt, wie sich alle angepasst haben. Wir mussten alle lernen, die Balance zwischen „Arbeiten von zu Hause“ und „Leben am Arbeitsplatz“ zu finden. Ich habe tagtäglich erlebt, welche Eigenschaften und Werte das Herzstück unseres Unternehmens sind, und ich bin stolz auf alle Proaktivisten, die unsere Organisation zu einem so besonderen Teil machen.

Wir können uns glücklich schätzen, dass unsere Branche von der Pandemie weniger betroffen war als andere. In der Proact Gruppe konnten mit über 5.000 erfolgreich abgeschlossenen Projekten bei mehr als 3.500 Kunden unsere Mitarbeiter/innen wieder ein großartiges Ergebnis vorzuweisen.

An dieser Stelle wollen wir uns auch bei allen Kunden und Kollegen bedanken, die uns Ihre Stimme gegeben haben, diese Jahr auf das Siegertreppchen der TOP100 Channel VIPs Systemhäuser zu kommen.

Mit Blick auf die Zukunft: 2021 und darüber hinaus

Auch 2021 hat Proact viel vor. Wir sehen, dass Strategien immer agiler unterstützt werden müssen. Was das bedeutet? Technologien müssen offen sein, Bezugsmodelle flexibel. Applikations-Modernisierung und Transformation von IT ­ Architekturen sind Pflicht und nicht mehr nur Kür.

Unser klares Ziel ist es daher, in Consulting und Managed Services die Nase vorn zu behalten. Wir werden klar an unserer bisherigen Strategie festhalten, ein Systemhaus mit starkem Fokus auf Managed Services zu sein und uns darüber auch zu differenzieren.

Proact Deutschland

2021 steht wieder für Wachstum und Akquisition. Nach den Niederlanden im Jahr 2019 und UK 2020, wollen wir auch in Deutschland zukaufen. Wir suchen kontinuierlich nach spannenden Systemhäusern und IT-Serviceprovidern, die gut in unsere Proact Familie passen.

Veranstaltungen und Jubiläen

Nach der pandemiebedingten Absage unserer Veranstaltungen im vergangenen Jahr freut es uns besonders, dass wir im Herbst 2021 wieder mit unserer „Tagung für Bistümer und Wohlfahrt“ starten können. Die Tagung gilt alljährlich als Plattform für den Erfahrungsaustausch der IT-Abteilungen von Bistümern und Wohlfahrtsunternehmen und verzeichnet kontinuierlich steigende Besucherzahlen. Das Besondere an der Veranstaltung ist, dass wir anhand dieser speziellen Erfahrungsberichte Technologie gleich am Beispiel erklären können.

Auch für unsere deutsche Business Unit ist 2021 ein besonderes Jahr, in dem wir etwas zu feiern haben. Im kommenden Jahr hat Proact Deutschland 20–jähriges Jubiläum. Ich blicke also voller Zuversicht und Spannung in das kommende Jahr und hoffe, dass wir gemeinsam mit unseren Kunden, Mitarbeitern und Partnern auf dieses freudige Ereignis anstoßen können.

Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut ins Neue Jahr!

Ihr René Schülein