1. Wie läuft die Ausbildung bei Proact ab?

Unser Unternehmen bietet eine Ausbildung in den Berufen Fachinformatiker für Systemintegration (m/w/d) und Kaufmann für IT-Systemmanagement (m/w/d) an.

In beiden Ausbildungsrichtungen werden unsere 15 Unternehmensbereiche durchlaufen, um die Firma aus jedem Blickwinkel kennen und verstehen zu lernen. Zur Vermittlung der Praxisinhalte werden die geforderten Lehrinhalte der IHK unter Berücksichtigung unseres Produkt- und Serviceportfolios auf die einzelnen Bereiche der Proact aufgeteilt. Dauer und Ausprägung sind dabei von der Fokussierung und den Praxiszielen abhängig. Je Bereich gibt es fünf Ausbildungsziele, die der Auszubildende bis zum Ende der Ausbildung erreicht haben sollte, um ein vollumfängliches Wissen im jeweiligen Bereich zu haben.  

Stand heute stehen acht technische Bereiche, wie z.B. Netzwerk, Storage und Cloud, und fünf kaufmännische Abteilungen, wie z.B. Finance, Vertrieb und Marketing, auf dem Programm. Die Inhalte werden jeweils von einem Ausbildungsbeauftragten der Fachabteilung vermittelt. Während einer Ausbildungsstation werden die Azubis vom Ausbildungsbeauftragten betreut und sowohl in das Tages- als auch Projektgeschäft mit teils komplexen Aufgaben eingebunden. Bei uns werden die Auszubildenden nicht zum „Barista“ der Belegschaft ausgebildet, sondern „Lernen direkt aus der Praxis“. Dies ist aus unserer Sicht die Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Berufseinstieg. Auch bei Veranstaltungen sind unsere Auszubildenden eigenverantwortlich im Einsatz.

Nach der Hälfte der Ausbildungszeit hat der/die Auszubildende die Möglichkeit, sich auf einen Unternehmensbereich zu fokussieren. Bei der Auswahl wird er vom Ausbilder unterstützt, der das Feedback der einzelnen Ausbildungsverantwortlichen gemeinsam mit dem Azubi reflektiert, um den Schwerpunkt passend zu den erkannten Stärken zu setzen. Idealerweise richtet sich die Fokussierung auch auf die Fachbereiche, die eine spätere Übernahme garantieren können. Unsere Ausbilder haben stets ein offenes Auge für neue Themen, die im Rahmen von Azubi-Projekten realisiert werden. Wir runden damit unsere Ausbildung mit „spielerischen Wissen“ ab, was eine vollumfängliche Ausbildung auf allen Qualifikationsebenen sicherstellt.

2. Was bieten wir unseren Azubis?

Unsere Auszubildenden arbeiten vom ersten Tag an mit modernem IT-Arbeitsequipment und können den Laptop auch in der Berufsschule oder zuhause nutzen. Für den theoretischen Teil der Ausbildung stellen wir unseren Azubis technische Fachliteratur zur Verfügung und sammeln zur Prüfungsvorbereitung alle Testaufgaben der vergangenen Jahre. Zugang zu E-Learning und technischen Zertifizierungen runden unser Weiterbildungsangebot ab.

Prüfungsphasen sind die stressigsten Momente der Ausbildung. Deswegen ermöglichen wir unseren Azubis nicht nur während der Arbeitszeit zu lernen, sondern stellen diese zwei Tage vor der Zwischen- und Abschlussprüfung frei.

Um Fahrtkosten zum Arbeitsplatz müssen sich unsere Azubis keine Gedanken machen. Wir übernehmen das Parkticket oder bezuschussen das Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel.

Selbstverständlich darf der Spaß nicht zu kurz kommen: Regelmäßige Teamaktivitäten und Teambuildingmaßnahmen stärken den Zusammenhalt unter den Azubis.

3. Und was berichten unsere Azubis über ihre Ausbildung? 

Zum ersten Mal im Rechenzentrum – Ein Erfahrungsbericht von Jonas Pieger, 2. Lehrjahr Fachinformatiker für Systemintegration

„Der Traum eines jeden Nerds, in einer Halle umgeben von Computern. Meine Vorfreude war groß, als ich gefragt wurde, ob ich denn heute mit ins Rechenzentrum fahren will. Dort angekommen muss man durch verschiedene Sicherheitsschleusen samt Handvenenscanner, jede Tür gesichert durch Magnetkarte und/oder PIN, ein Gefühl á la „James Bond“. Im Inneren angekommen, habe ich schnell festgestellt, dass es hier ganz schön laut und windig ist. Dennoch ist es ein durchaus beeindruckender Anblick. Gedanken wie „Ich stehe gerade neben dem Internet“ haben sich in meinem Kopf breit gemacht, auch wenn das natürlich nur zum Teil stimmt. Unsere Aufgabe heute: Patchkabel verlegen! Dabei lernt man schnell: Ordnung ist das halbe Leben. Wir müssen darauf achten die Kabel richtig zu beschriften und auch sauber zu verlegen, ansonsten haben nachfolgende Personen (im schlimmsten Fall natürlich auch wir) große Probleme sich zurecht zu finden. Auch der Arbeitsplatz selbst sollte sauber gehalten werden: „Folien und Abfall gleich in den Eimer, sonst saugt die Klimaanlage das ein“. Und ein weiterer Punkt, der mir sehr im Gedächtnis geblieben ist: Merke dir den Weg!  Gerade wenn du zum ersten Mal dabei bist. Im schlimmsten Fall bleibst du in irgendeinem Gang stecken, oder du löst Alarm aus. Ich denke gern an dieses Erlebnis zurück und freue mich auf weitere Praxiseinsätze.“

Mitwirken bei einem Kundenprojekt – Ein Erfahrungsbericht von Sabrina Nürnberger, 2. Lehrjahr Fachinformatiker für Systemintegration

„Im Januar 2020 hat sich mir die Möglichkeit geboten, beim Umbau eines Kundennetzwerks vor Ort zu helfen. Dabei bekam ich einen Einblick, wie die Durchführung derartiger Projekte tatsächlich läuft. Zum Beispiel habe ich gelernt, dass man sich nicht aus der Ruhe bringen lässt. Egal, ob unter Zeitdruck oder wenn ein Problem auftritt. Es ist wichtig ruhig zu bleiben und immer eine Sache nach der anderen anzugehen. Früher dachte ich, bei solchen Projekten muss immer alles perfekt laufen. Immerhin steht der Kunde meist direkt daneben und schaut einem über die Schulter. Der Kunde ist schließlich auch derjenige, der für all das zahlt, da sollte die Arbeit einwandfrei laufen, dafür wurde wir doch auch gebucht. Dass alles wie am Schnürchen läuft und man kein einziges Mal auf Stolpersteine trifft, ist aber tatsächlich eher unwahrscheinlich. Wichtig ist dann, professionell und gefasst auf solche Dinge zu reagieren und die Probleme engagiert anzugehen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist so gut es geht zu überprüfen, ob alles funktioniert, auch wenn es aufwändig ist. Nur dann kann man dem Kunden ehrlich sagen, man hat alles Mögliche getan, damit der Betrieb reibungslos wieder anlaufen kann. Und auch man selbst kann dann guten Gewissens nach Hause fahren. Dieses Wochenende hat mir viele neue Eindrücke vermittelt und mir vor allem auch großen Spaß gemacht. Ich bin stolz darauf kräftig mit angepackt zu haben und freue mich schon auf das nächste Projekt.“